Wie man ohne Bundesliga überleben kann

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Wie man ohne Bundesliga überleben kann - Artikelfoto
Amazon Artikelfoto: How To Survive Ohne Fußball - Buch

Der Winter hatte Deutschland die letzten Tage im Griff. Die Winterpause hingegen hat Fußball-Deutschland noch ein paar Tage länger im Griff. Am 20. Januar eröffnen der SC Freiburg und der FC Bayern München den letzten Spieltag der Hinrunde (so paradox das im Januar auch klingen mag). Für die, die in der Zeit ohne Fußball verzweifeln, gibt es Abhilfe: Ein ehemaliger Ultrà des Hamburger SV hat einen Ratgeber verfasst, wie man ohne Bundesliga überleben kann.

Philipp Markhard war früher aktives Mitglied der mittlerweile aufgelösten Hamburger Ultragruppierung »Chosen Few« und ist dem Hamburger SV quer durch Deutschland – und damals, zu besseren Zeiten – durch Europa gefolgt. Heute engagiert er sich für den »HFC Falke e.V.«, die Auswärtsspiele finden somit alle ausschließlich in Hamburg statt. Im frisch abgelaufenen Jahr verfasste er einen Ratgeber, wie man sich als ehemals »Bundesliga-Süchtiger« ein Jahr nach dem Fernbleiben aus den großen und bekannten Stadien fühlt.
Lesenswert für alle Fußballfans, die sich ein Leben ohne Bundeliga-Fußball gar nicht mehr vorstellen könnten.

Rückzug im Juli 2014

So witzig und kurzweilig der Ratgeber geschrieben ist, so traurig wird es, wenn man als aktiver Fan – oder Teil einer Fanzene – darüber nachdenkt, wann denn das eigene Fass überzulaufen droht. Ein jeder hat seine eigene Schmerz- und/oder Toleranzgrenze. In Hamburg wurde diese Grenze an dem Tag überschritten, als die Ausgliederung der Profimannschaft in eine eigenständige Kapitalgesellschaft beschlossen wurde. Fälligkeitsdatum war der 19. Januar 2014 – die Mitgliederversammlung des Hamburger Sportvereins. Im darauffolgenden Juli verkündeteten die »Chosen Few«, dass sie die »in der kommenden Saison ausgegliederte Profiabteilung nicht unterstützen. Das beinhaltet sämtliche Aktionen im Stadion«, hieß es im Wortlaut.

Auf der Homepage des HFC Falke erörterten die 15 Gründungsmitglieder damals ihren Entscheidungsantrieb so: »Die allgemeine Entwicklung des professionellen Fußballs, gerade in den letzten 15 Jahren, hat leider nun auch unsere Heimat eingeholt. Angefangen mit dem Verkauf von Stadionnamen über Änderungen von Vereinsnamen und dem Verkauf von Vereinsanteilen bis hin zu Politikern, die den Fußball als Wahlplattform nutzen, hat sich der moderne Profifußball immer mehr entfremdet und entwickelt sich zu einem Event- und Kapitalmonster. Irgendwann kommt der Punkt, an dem auch die letzte Schmerzgrenze überschritten ist und man sich fragt, was man nun machen soll.«

Zwischen Allesfahren und Vieldenkern

Das Erreichen dieser Schmerzgrenze war die Geburtsstunde von Philipp Markhards Buch »How to survive ohne Fußball – Wie man ohne Bundesliga überleben kann«, zuletzt auf Amazon.de als Bestseller in der Kategorie Fußball geführt. Markhardt zog es back to the roots. Bei bestem Kreisligafußball, Bier und Wurst sucht er heute beim HFC Falke sein Glück. Mit HSV-Fans, die von der Entwicklung in der Hansestadt genau so enttäuscht sind, wie er selbst.

Wer sich über so was keine ernste Gedanken macht, wird an dem Buch trotzdem seinen Spaß haben. Das Buch ist für den Casual-Fan genau so interessant wie für die Allesfahrer. Welche sich häufig ertappt fühlen werden. Und sich anschließend ebenfalls fragen, warum man die Strapazen einer Auswährtsfahrt noch auf sich nimmt. Und doch werden die meisten aktiven Fans sich Ende Januar wieder an den Busstationen und Bahnhöfen einfinden, um zu einem Auswärtsspiel zu fahren. Fußball ist ein Gefühl. Profifußball ein Geschäft. Was einem mehr zusagt muss jeder für sich selbst entscheiden. Philipp Markhard hat sich entschieden – und sein Buch bekommt ihr deshalb für 9,99€ hier bei Amazon.

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